Die Sozialstation Vaihingen an der Enz und die Krankenpflegevereine
Die Entstehung und die Geschichte der Sozialstation sind eng verknüpft mit den Krankenpflegevereinen in Vaihingen, Eberdingen, Oberriexingen und Sersheim.
Die Krankenpflegevereine verstehen sich als Förderverein für die Sozialstation, so steht es auch in der Satzung.
Die Akzeptanz des Wirkens der Krankenpflegevereine, die Unterstützung des Pflegepersonals durch regelmäßige Ausflüge, Adventsfeiern oder Tage der offenen Tür in der Station brachten die Vereine zu hohem Ansehen in allen Schichten der Bevölkerung.
Dies zeigt sich auch durch die finanzielle Unterstützung in Form von Mitgliedsbeiträgen und Spenden aus der Bürgerschaft. So war es möglich, aus diesen Spenden zusätzlich Pflegehilfsmittel und Dienstautos zu beschaffen, um die Pflege durch die Schwestern und die Angehörigen zu erleichtern.
Aus diesem Grund wird an dieser Stelle die Entstehung und Geschichte der Sozialstation Vaihingen an der Enz und der Krankenpflegevereine gemeinsam dargestellt.
Die Anfänge
Die Anfänge der Krankenpflegevereine gehen bereits in das vorletzte Jahrhundert zurück. Damals haben sich Männer und Frauen zusammengefunden und zusammengeschlossen, um gemeinsam den Dienst am Nächsten, den Dienst am kranken, hilfs‑ und pflegebedürftigen Mitbürger zu unterstützen. So war Vaihingen, die alte Oberamtsstadt und heutige Große Kreisstadt, von altershehr bereits aufgeschlossen für den Dienst der Nächstenliebe.
Bereits im Jahr 1892 wurde in Vaihingen an der Enz eine Krankenpflegestation eröffnet. Es waren damals Schwestern des Diakonissen-Mutterhauses in Stuttgart, die den Krankenpflegedienst übernommen haben unter dem Leitwort „ohne Ansehen der Personen und nach bestem Wissen und Gewissen“. Nach den Aufschrieben von 1892 musste damals ein Einzugsbereich von ca. 3000 Personen von den Schwestern der Gemeindekrankenpflege versorgt werden, im Jahre 1967 betrug die Zahl 7400.
Anlässlich des 75‑jährigen Bestehens der Krankenpflegestation bedankte sich der Gemeinderat der Stadt in seiner Sitzung vom 3. Mai 1967 für die Arbeit der Schwestern Maria und Mina.
Nach einem Tätigkeitsbericht aus dem Jahre 1966 wurden 220 Kranke gepflegt und 4715 Stundenpflegen (Besuche) durchgeführt.
Lange Zeit sprach man in Vaihingen von den 3 bedeutendsten Symbolen der Stadt:
- dem Rathaus,
- der Kirche und
- Schwester Mina mit ihrem Fahrrad
In den sechziger Jahren wurde die Gemeindekrankenpflege durch einen Förderverein unterstützt, dem 1966 643 Bürgerinnen und Bürger der Stadt angehörten. Sie zahlten damals einen jährlichen Beitrag von 4,‑ DM.
In den Gemeinden Enzweihingen, Ensingen, Gündelbach, Kleinglattbach, Horrheim und Roßwag waren ebenfalls Gemeindeschwestern tätig. Außer dem Förderverein in der Stadt Vaihingen hatten nur noch die Gemeinden Ensingen und Roßwag unterstützende Vereine. Der Ensinger Krankenpflegeverein zählte 355, der Roßwager 168 Mitglieder.
Die beiden in Vaihingen tätigen Schwestern zogen sich 1972 aus Altersgründen ins Mutterhaus zurück.
Dem Evangelischen Diakonissen‑Mutterhaus in Stuttgart war es dann aus personellen Gründen nicht mehr möglich, die Krankenpflegestation in Vaihingen zu besetzen. Erfreulicherweise dauerte die „schwesternlose“ Zeit in Vaihingen nicht lange.
Den ständigen Bemühungen der Stadtverwaltung war es zu verdanken, dass vom 15.04.1973 an die Schwestern Helga Bleher und Renate Schambacher von der Evangelischen Diakonieschwesternschaft in Herrenberg ihren Dienst in Vaihingen aufnahmen.
Sie versorgten zusammen mit den Schwestern Johanna Baumann in Enzweihingen, Anna Koch in Gündelbach, Wilhelmine Schmid in Horrheim, Helferin Marie Stalder, Luise Hägele in Ensingen und Emma Flogaus in Roßwag den Stadtbereich. Für Vertretungen standen die Schwestern Helga Kleinbrahm und Irmgard Raiser zur Verfügung.
Ein neuer Abschnitt im Dienst am Nächsten und in den Bemühungen zur Selbsthilfe begann. Die kommunale Neugliederung forderte auch einen Neubeginn in der Versorgung der kranken und alten Mitbürger in der Gesamtstadt. Weitblickend hatte die Stadtverwaltung bereits 1973 den Plan, die Gemeindekrankenpflege zu konzentrieren und einen Krankenpflegeverein für den gesamten Stadtbereich ins Leben zu rufen.
Der Gemeinderat der Stadt befasste sich erstmals am 14.02.1973 mit diesem Vorschlag. In der Sitzung vom 14.11.1973 beschloss der Gemeinderat einen Krankenpflegeverein für die Gesamtstadt einzurichten, die Bürgerschaft zu bitten, diesem Verein beizutreten und dem Krankenpflegeverein die Aufgaben zu übertragen, die Krankenpflegestation zu unterstützen.
Der Krankenpflegeverein Vaihingen an der Enz e.V. wurde am 15. Februar 1974 in der Teilgemeinde Ensingen gegründet. Nicht von ungefähr war Ensingen als Tagungsort gewählt worden, war dies doch Anerkennung für die Bürger dieser Gemeinde, die durch ihren Verein 355 Mitglieder in den neuen Krankenpflegeverein einbringen konnten.
Der erste Vorsitzende wurde Walter Stumpf aus Kleinglattbach. Nach der Satzung des Vereins stellt jeder Stadtteil 2 Vertreter.
Unter der Leitung des früheren Bürgermeisters und Ortsvorstehers von Riet, Josef Kaufmann, wurden in allen Teilgemeinden Informationsveranstaltungen durchgeführt. Sechs Monate nach Gründung des Vereins betrug die Mitgliederzahl bereits 1500.
In den ersten zehn Jahren arbeiteten fast dieselben Frauen und Männer im Vorstand und Ausschuss. Es gab nur geringfügige Änderungen. So rückte anstelle von Frau Grupp, Gemeinderat Jakob Menauer aus Gündelbach als 2. Vorsitzender in die Vorstandschaft und übernahm dort mit Erfolg vor allem die wirtschaftliche Angelegenheit des Vereins, noch bis 18.03.2011.
Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat bemühten sich bereits im Jahre 1973, in die damals ins Leben gerufenen Modellsozialstationen eingereiht zu werden. Die Bemühungen, in die sich auch mehrfach der Krankenpflegeverein eingeschaltet hatte, waren schließlich 1977 erfolgreich. Das Ministerium für Arbeit, Jugend und Sozialordnung, damals unter der Leitung von Frau Ministerin Griesinger, unterstützte den Antrag der Stadt und erkannte die Einrichtung einer Sozialstation an. Zwischen der Stadt Vaihingen an der Enz, den Kirchengemeinden, dem Roten Kreuz und dem Krankenpflegeverein wurde ein Kooperationsvertrag über die Organisation und den Betrieb der Sozialstation geschlossen. Die Stadt Vaihingen an der Enz wurde rechtliche Trägerin der Station. Die Stadt Oberriexingen trat diesem Kooperationsvertrag bei.
1978 trat die Gemeinde Sersheim ebenfalls dem Kooperationsvertrag bei. 1980 folgte dann der Beitritt der Ev. Kirchengemeinde Eberdingen (als Träger der Krankenpflege der politischen Gemeinde Eberdingen). In diesem Einzugsbereich lebten damals 34.000 Menschen.
Die Sozialstation wurde gebildet als Zusammenfassung der Dienste ambulante Kranken- und Altenpflege und der Nachbarschaftshilfe mit Haus‑ und Familienpflege.
1978 wurden die Schwestern Helga Bleher und Renate Schambacher verabschiedet.
Die Schwestern Waltraud Stecher, Schwester Regina Türck, Schwester Ute Köhler und Schwester Erika Domberger sowie Frau Hannelore Häffner als Helferin wurden damals als Halbtagskräfte angestellt.
Im Mai / Juni 1978 führte Lehrschwester Sannchen Jungmann unter Mitwirkung der beiden Vaihinger Schwestern Adelheid Binder und Pauline Mauch das 2. Krankenpflegeseminar mit 34 Teilnehmerinnen durch. Das 3. Krankenpflegeseminar folgte 1981. Wieder leitete Sannchen Jungmann unter Mitwirkung von Schwester Pauline Mauch den 12 Doppelstunden umfassenden Kurs mit 47 Interessierten.
Im Jahre 1980 sind die Schwestern Brigitte Seemüller, Inge Lendl, Cornelia Enning und Annelie Werking als Verstärkung zu den Schwestern gestoßen. Einsatzleiterin war damals Schwester Pauline Mauch. 1982 sind die Schwestern Doris Gonser und Elisabeth Florus neu eingetreten. 1983 war es Schwester Rosemarie Kapp, die die Gruppe der Schwestern als Teilzeitbeschäftigte verstärkte.

1982 bekommt die Sozialstation ihre eigenen Räumlichkeiten im heutigen Spitalhof.
Vom 09. ‑ 24. November 1983 fand in den Räumen der Hauptzweigstelle der Kreissparkasse in Vaihingen/Enz (Schalterhalle) aus Anlass der Jubiläen „90 Jahre Gemeindekrankenpflege Vaihingen an der Enz“ und „10 Jahre Krankenpflegeverein in Vaihingen an der Enz“ eine Ausstellung statt.

Bei der Eröffnung der Ausstellung am 09.11.1983 wurde dem 1. Vorsitzenden Herrn Walter Stumpf für seine hervorragenden Verdienste um die Krankenpflege, die Gründung des Krankenpflegevereins für die Gesamtstadt, den großen Einsatz bei der Errichtung der Sozialstation, den von Bundespräsident Carstens verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland feierlich durch Frau Minister Griesinger überreicht.
Am 17.10.1984 fand im großen Saal der Stadthalle in Vaihingen an der Enz eine Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten des Krankenpflegevereins statt. Das Heeresmusikkorps 9 der Bundeswehr bestritt den musikalischen Teil des Abends. Sie hatten in den vielen Gästen ein dankbares Publikum. Das Wohltätigkeitskonzert erbrachte stolze Einnahmen von 2.580,‑‑ DM.
Ab Mitte der 80iger Jahre erhielten die Schwestern durch die Zivildienstleistenden eine zusätzliche Hilfe, die dankbar angenommen wurde. Es war zunächst ein Zivildienstleistender, später erhielt die Station zwei Zivildienstleistende. Diese Ära endete mit dem Ende der Dienstpflicht, der letzte ZDL verließ die Sozialstation am 28.02.2012.
Bei den Neuwahlen am 14.02.1986 hat der langjährige Vorsitzende Herr Walter Stumpf aus dienstlichen und gesundheitlichen Gründen um seine Entlastung gebeten. Zum Nachfolger wurde das bisherige Ausschussmitglied Herr Albert Knoll aus Enzweihingen gewählt.
Am 31. Mai 1986 verstarb das Gründungsmitglied und langjähriges Mitglied des Vorstandes des Krankenpflegevereins, Herr Bürgermeister i.R. Josef Kaufmann.
Herr Kaufmann hat sich um den Krankenpflegeverein verdient gemacht. Er war ein unermüdlicher Streiter für die Sache der Krankenpflege und hat in der Stadt und den Stadtteilen immer wieder für die gute Sache geworben.
Am 16.10.1987 fand der Festakt zum 10 jährigen Bestehen der Sozialstation Vaihingen/Enz statt. Die Festansprache hielt Frau Ministerin a.D. Annemarie Griesinger.
Am 17.10.1987 fand ein „Tag der offenen Tür“ statt, bei dem der Krankenpflegeverein als Förderverein der Sozialstation die Bewirtung der Gäste mit Kaffee und Kuchen übernahm.
Ab 1988 wurde Schwester Silvia Härle eingestellt. Wenn man bedenkt, dass allein von 1986 die Zahl der Hausbesuche von 19.269 auf 24.367 gestiegen ist, so war dies ohne eine Verstärkung bei den Pflegekräften nicht mehr zu bewältigen. Dann gab es auch immer wieder Ausfälle durch Krankheit und Mutterschaft.
Diese Engpässe wurden immer wieder in dankenswerter Weise von den Aushilfsschwestern überbrückt.
Ab 1987 wurde in der Stationsleitung eine Arbeitsteilung eingeführt. Schwester Rosemarie Kapp übernahm die Einsatzleitung mit Stationsdienst und Schwester Pauline Mauch den Bereich Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit und Stationsdienst bei gegenseitiger Vertretung.
Am 03.09.1989 starb das Gründungsmitglied des Krankenpflegevereins und langjähriger Vorsitzender Herr Walter Stumpf. Er hat in den Jahren 1974 bis 1986 den Krankenpflegeverein Vaihingen an der Enz als erster Vorsitzender wesentlich geprägt. Am Aufbau der Sozialstation war er maßgeblich beteiligt.
Auf Veranlassung des Landesrechnungshofes Baden‑Württemberg waren die
Krankenpflegevereine im Land gezwungen, zur Erhaltung der Gemeinnützigkeit ab 1. 1. 1990 ihre Satzungen zu ändern. Der Verein ist diesem zwingenden Erfordernis gefolgt und hat die entsprechenden Änderungen der Paragraphen 1,4,6 und 7 der Vereinssatzung geändert. Gleichzeitig war erforderlich, die Gebührensatzung der Sozialstation zu ändern.
Die Ermäßigung der jeweiligen Sätze bei den Gebühren für die Mitglieder wurde ab diesem Zeitpunkt auf maximal 25 % begrenzt.
In den Jahren 1991 und 1992 gab es besonders durch Mutterschaftsfälle und Erkrankungen bei den Schwestern einen großen personellen Engpass.
Nach der Neuwahl in der Jahreshauptversammlung vom 14.02.1992 stellte sich der Verein in Vorstand wie folgt dar:

1. Vorsitzender Albert Knoll, Enzweihingen
2. Vorsitzender Jakob Menauer, Gündelbach
Kassiererin Christa Gayer, Roßwag
Vertreter der Stadt Vaihingen:
Herbert Bramm, Horrheim
Bei der Jahreshauptversammlung am 19.03.1993 konnte festgestellt werden, dass sich die personelle Situation gebessert hat und die vorhandenen Stellen alle besetzt werden konnten.
Im Jubiläumsjahr 1994 waren folgende Schwestern und Zivildienstleistende bei der Sozialstation beschäftigt: Schwester Anja Häcker, Schwester Annelie Bayha, Schwester Andrea Dübner, Schwester Utta Fietz, Schwester Annegret Friese, Schwester Hedwig Grözinger, Schwester Renate Hönekop, Schwester Brigitte Kellermann, Schwester Pauline Mauch (Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit), Schwester Erna Renz, Schwester Beate Schumacher, Schwester Inge Schüle, Schwester Rose Schirner, Schwester Brigitte Seemüller, Herr Sven Schober (Zivildienstleistender), Herr Jürgen Stauß (Zivildienstleistender)

Aushilfen: Schwester Elli Borowski, Schwester Monika Bäuerle, Schwester Waltraud Hunt, Schwester Erika Kruschina, Schwester Cornelia Schüle, Schwester Waltraud Stecher. Die Einsatzleitung hatte Schwester Rosemarie Kapp.
Der Krankenpflegeverein, der 1977 das 2.000 Mitglied begrüßen konnte, hatte am 1. 1. 1994 2.519 Mitglieder.
Am 28.04.1994 fand das 20‑jährige Jubiläum des Krankenpflegevereins und der Sozialstation in der Peterskirche statt. Nach den Regularien der Jahreshauptversammlung, schloss sich die Jubiläumsfeier an, musikalisch umrahmt vom Schüler‑Orchester des Friedrich‑Abel‑Gymnasiums.
Die Festansprache hielt Frau Ministerin a. D. Annemarie Griesinger. Die Feier schloss mit einem Stehempfang.
Am 30.04.1994 fand in der Sozialstation Vaihingen ein Tag der offenen Tür statt, wo Ausschnitte aus der pflegerischen Arbeit des Pflegepersonals gezeigt wurden.
Darüber hinaus war die AOK, die DAK, das Rote Kreuz, sowie das Sanitätshaus Rebstock mit Aktivitäten vertreten. Die Gäste wurden von Mitgliedern von Vorstand und Ausschuss mit Kaffee und kleinem Vesper bewirtet.
Zum 01.04.1995 wird in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz zur Pflegeversicherung eingeführt. Dieses Gesetz erfordert erhebliche Umstellungen im Organisationsablauf und den Strukturen der Sozialstation. Gleichzeitig steigen auch mit der Einführung der Pflegeversicherung die erbrachten Leistungen der Sozialstation insbesondere auch an den Wochenenden kontinuierlich an. In dieser Umstellungsphase leisten die Pflegedienstleitung, die Verwaltung (Frau Wanner und Frau Gayer) und die Schwestern große Anstrengungen, um den neuen Anforderungen schnell gerecht zu werden. Auch die nun folgenden Strukturänderungen und Zusammenschlüsse der einzelnen Krankenpflegestationen ergeben sich mit aus den Anforderungen des Pflegeversicherungsgesetzes!

Am 1. Juli 1996 wird die Nachbarschaftshilfe der Stadt Vaihingen an der Enz der Sozialstation angegliedert. Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe wurde Frau Erika Krauss, ihre Stellvertretung Frau Waltraud van Dyken.
Zum 1.1.1997 findet die Fusion der Sozialstation Vaihingen, der Diakoniestation Eberdingen und der Krankenpflegestationen Sersheim und Oberriexingen zur „Sozialstation Vaihingen an der Enz“ statt. Von diesem Zeitpunkt an wird die Sozialstation der Stadt als Eigenbetrieb geführt. Herr Bahmer und Herr Bramm von der Stadtverwaltung sind ab diesem Zeitpunkt als Geschäftsführer für die Führung der Finanzen und der Verwaltung zuständig. Die Sozialstation ist der zweite Eigenbetrieb der Stadt Vaihingen nach dem Wasserwerk.
Der Dienst „Hauswirtschaftliche Versorgung/ Dorfhelferin“ gehört zum klassischen Angebot einer Sozialstation. Nachdem der Ev. Kirchenbezirk Vaihingen beim Ausscheiden der seitherigen Dorfhelferin, Frau Dörr, zum Jahresende 1998 den Vertrag mit dem Dorfhelferinnenwerk in Stuttgart gekündigt hat, stand die Frage offen, wie hier abgeholfen werden kann. Nun hat nach ihrer Vorstellung Frau Daniela Hermann als Dorfhelferin vom Dorfhelferinnenwerk in Stuttgart am 1. 1. 1999 ihren Dienst aufgenommen. Anstellungsträger ist diese Einrichtung, mit der ein entsprechender Gestellungsvertrag abgeschlossen wurde. Der Einsatz erfolgt über das Büro der Nachbarschaftshilfe.
Das Jahr 1999 ist das Jubiläumsjahr, an dem vor 25 Jahren der Krankenpflegeverein in seiner jetzigen Form gegründet wurde.

Im Jubiläumsjahr sind bei der Sozialstation Vaihingen/Enz folgende Schwestern tätig: Pflegedienstleitung Schwester Rosemarie Kapp, Schwester Pauline Mauch, Schwester Monika Bäuerle, Schwester Annelie Bayha, Schwester Gisela Boldt (seit 1. 12.1998), Schwester Hildegard Bremicker (Sersheim), Schwester Andrea Dübner, Schwester Utta Fietz, Schwester Annegret Friese, Schwester Hedwig Grözinger (bis 3 1.1.1999), Schwester Anja Häcker, Schwester Renate Hönekop, Schwester Waltraud Hunt, Schwester Brigitte Kellermann, Schwester Christiane Kurz (seit 1. 1. 1999), Schwester Erna Renz, Schwester Rose Schirner, Schwester Inge Schüle, Schwester Beate Schumacher, Schwester Brigitte Seemüller und Schwester Maria Theresia Tillmann.
Die überwiegende Zahl der Schwestern ist mit einem Teilzeitauftrag angestellt.
Aushilfen: Schwester Irene Abdel-Aal, Schwester Rebecca Boob, Schwester Christl Brett, Sr. Waltraud Stecher, Schwester Ingeborg Giereth, Schwester Ulrike Hermann-Mozer, Schwester Erika Kruschina.

Im Laufe des Jahres 1999 verstärkt Schwester Sonny Pohl als Vollkraft das Team der Sozialstation. Auch Schwester Ingeborg Giereth erhält einen festen Anstellungsvertrag.
Den Bereich Eberdingen, Hochdorf und Nußdorf betreuen:
Schwester Gerlinde Rauth, Schwester Irmhild Abel, Schwester Irmgard Bossert, Schwester Heike Rapp, Schwester Petra Zebrowski, Schwester Regina Thorsteinsson, Schwester Anne Zink, Schwester Margit Holzhäuser (Aushilfe).
In ihrem Arbeitsbericht, den Schwester Rosemarie Kapp auf der Jubiläumshauptversammlung des Krankenpflegevereins am 05.03.1999 in der Peterskirche in Vaihingen vorstellt, berichtet sie von 45292 Hausbesuchen im Jahr 1998, das sind 2579 Einsätze mehr als 1997!
In den 25 Jahren ihres Bestehens hat sich die Sozialstation von einer Krankenpflegestation zu einem Betrieb mit über 30 Mitarbeitern entwickelt.
Auf der Jahreshauptversammlung tritt Herr Albert Knoll nach 13 Jahren reger Tätigkeit vom Amt des Vorsitzenden des Krankenpflegevereins zurück. Seine Nachfolgerin wird Frau Christa Rentschler.
Ein neuer „Tag der offenen Tür“, an dem sich die Sozialstation der Öffentlichkeit präsentiert, findet am 6. März 1999 statt.
Am 30.4.1999 scheidet die Pflegedienstleiterin Frau Rosemarie Kapp nach 16 Jahren großen Einsatzes und Engagement für die Sozialstation und die Pflegebedürftigen nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Dienst aus. Sie war für Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und für den Krankenpflegeverein immer eine hochgeschätzte Ansprechpartnerin, die wegen ihres geradlinigen Wesens bei allen Respekt und Anerkennung genoss.
Ihr Nachfolger wurde Herr Dietmar Hammer, zur stellvertretenden Pflegedienstleitung wurde Schwester Utta Fietz ernannt.

Dietmar Hammer

Utta Fietz
Am 26.11.1999 wird der Geschäftsführer der Sozialstation, Herr Herbert Bramm, in den Ruhestand verabschiedet, nachdem er bereits einige Monate aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr wahrnehmen konnte. Sein Nachfolger wird zum 01.01.2000 Herr Reinhard Findeisen-Tietze.
Ebenfalls zum 1.1.2000 wird Frau Waltraud van Dyken neue Einsatzleitung der Nachbarschaftshilfe. Sie übernimmt damit die Funktion ihrer Vorgängerin Frau Erika Krauss, die in den Ruhestand eintritt. Neue stellvertretende Einsatzleitung wird Frau Anna Bauer.
Durch die Einbeziehung der Bereiche Eberdingen, Sersheim und Oberriexingen und der Nachbarschaftshilfe Vaihingen unter dem Dach der Sozialstation Vaihingen und vor allem durch die Einführung der Pflegeversicherung haben sich einschneidende Änderungen an die Anforderungen und das Profil der Sozialstation Vaihingen ergeben.
Mit der Einstellung von Herrn Hammer und dem Übergang von Frau Fietz in die Leitung der Sozialstation wurde den Strukturänderungen in der Sozialstation in hohem Maße Rechnung getragen.
Zu den Hauptaufgaben der neuen Pflegedienstleitung gehören die Beratung und Betreuung der pflegebedürftigen Mitbürger und ihrer Angehörigen, die Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten ebenso wie die Fachaufsicht und Betreuung über das Pflegepersonal der Sozialstation.
Die Kurse für pflegende Angehörige bleiben fester Bestandteil im Angebot der Sozialstation: Diese Aufgabe wird wie bisher in den erfahrenen Händen von Schwester Pauline Mauch liegen.

So wird die pflegerische und auch menschliche Qualität der Sozialstation durch das Zusammenwirken aller an der Pflege und Verwaltung beteiligten Mitarbeiter auch für die Zukunft gesichert und ständig weiterentwickelt.
Auf dieser Basis wird die Sozialstation im Auftrag der Stadt Vaihingen, der Gemeinden Eberdingen, Sersheim und Oberriexingens sowie der Krankenpflegevereine und der Kranken- und Pflegekassen die bestmögliche Pflegeleistung für die Bürger erbringen.
Auf dieser Basis wird die Sozialstation im Auftrag der Stadt Vaihingen, der Gemeinden Eberdingen, Sersheim und Oberriexingens sowie der Krankenpflegevereine und der Kranken- und Pflegekassen die bestmögliche Pflegeleistung für die Bürger erbringen.
Zum 1.10.1999 richtete die Sozialstation eine „Rund-um-die-Uhr“-Rufbereitschaft für ihre Patienten ein. Die Begleitung Schwerkranker, Sterbender und pflegender Angehörigen wurde schon immer von den Mitarbeiterinnen der Sozialstation über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus geleistet. Kennzeichen der bisherigen Rufbereitschaftsdienste in der Sozialstation war es aber, dass sie geregelt nur am Wochenende geleistet wurde. Ansonsten fanden die Einsätze unregelmäßig und im Einzelfall statt.
In Form einer geregelten und organisierten Rufbereitschaft konnte die Sozialstation nun für ihre Patienten eine „Rund‑um‑die‑Uhr‑Versorgung“ in Notfällen gewährleisten. Die unregelmäßig und im Einzelfall geleisteten Einsätze wurden in geregelte und organisierte Rufbereitschaftsdienste, die auf arbeits‑ und tarifrechtlichen Grundlagen beruhen, überführt.
Eine weitere Verbesserung, die Dank der Unterstützung durch die Krankenpflegevereine eingeführt werden konnte, war ab November 2000 der Einsatz von Handys für jede Mitarbeiterin in der Pflege im Früh- und Abenddienst. Durch mobile Telefone konnten die Kommunikationsmöglichkeiten in unserem Betrieb deutlich zum Nutzen der Mitarbeiterinnen und unserer Patienten verbessert werden. Am 26.12.2000 erliegt unser ehemaliger Betriebsleiter, Herr Herbert Bramm, seiner schweren Erkrankung. Herr Bramm war als Betriebsleiter maßgeblich beteiligt an den Umstrukturierungen der Sozialstation bei Einführung der Pflegeversicherung und hatte große Verdienste an der Weiterentwicklung des Betriebes erworben.
Am 1.11.2001 übernahm der zweite Vorsitzende des Vaihinger Krankenpflegevereins, Herr Jakob Menauer, kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden des Krankenpflegevereins, da Frau Christa Rentschler dieses Amt leider aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.
Im Verlauf der Zeit zeigte sich, dass auch der hauswirtschaftliche Bereich der Nachbarschaftshilfe als Teil der Sozialstation im Rahmen der Pflegeversicherung immer mehr an Bedeutung zunahm.
So wurde es dringend notwendig, die Tätigkeit der Nachbarschaftshilfe und der Pflege enger zu verzahnen. Ein erster wesentlicher Schritt hierzu war der Umzug der Nachbarschaftshilfe am 2.1.2002 aus der Spitalstraße 14 in den Spitalhof 4, so dass nun alle Abteilungen der Sozialstation unter einem Dach zusammen waren.
Auf der Jahreshauptversammlung des Vaihinger Krankenpflegevereines wurde dann am 22.3.2002 wurde die ehemalige Pflegedienstleiterin der Sozialstation, Frau Rosemarie Kapp, zur neuen 1. Vorsitzenden des Krankenpflegevereines gewählt, sie hatte dieses Amt bis zum 29.02.2008 inne, seither ist Herr Friedrich Wahl der 1. Vorsitzende.
Im Frühjahr 2007 zog die Sozialstation in das neue Ärztehaus „Vaisana“ in der Andreaestraße 16/1, direkt am Krankkenhaus Vaihingen um, dies brachte einen stetigen Nachfragezuwachs. Das Team der Pflege besteht im Moment aus 3 Teams, die von 3 Teamleitungen betreut werden. Die Nachbarschaftshilfe (bestehend aus festangestellten MA und ehrenamtlich Beschäftigten) ist weiterhin ein großes Team.
Der KPV steigt 2008, in die Trägerschaft der Hospizgruppe ein. Sie wurde neu gegründet und betreut und begleitet sterbende Menschen und deren Angehörige. Die Hauptträgerschaft der Gruppe wird von den Kirchengemeinden und vom Landkreis übernommen. Auch die beiden Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz werden vom KPV unterstützt.
Seit März 2011 hat der KPV eine eigene Mailadresse und auch eine Website. Die postalische Adresse des Vereins bleibt immer die aktuelle Adresse der Sozialstation.
Mitte 2013 verließ der langjährige Pflegedienstleiter Dietmar Hammer die Sozialstation, die Funktion übt nun die bisherige Stellvertreterin Utta Fietz aus. Daniel Thomas übernimmt künftig ihre Stellvertretung.
Am 02.10.2014 feiert der KPV sein 40-jähriges Bestehen mit einem Festakt im der Peterskirche. Größen aus der Politik und aus dem Gesundheitswesen sind anwesend. Bei diesem Anlass werden Rosemarie Kapp, Jakob Menauer und Albert Knoll für ihre langjährige Tätigkeit und Engagement zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Stand 2014 hatte der Verein 2400 Mitglieder. Tendenz weiter fallend, Neuanmeldungen von jüngeren Mitgliedern geht stetig zurück. Der Altersdurchschnitt des Vereins liegt bei über 80 Jahren.
Der Vorstand und Ausschuss bestehen zum Jubiläum ausfolgenden Personen.
Vorstand
- 1. Vorsitzende Friedrich Wahl
- 2. Vorsitzender Rainer Schnell
- Vertreterin der Stadt Barbara Leibbrand
- Schatzmeisterin Christa Gayer
- Schriftführerin Heike Rapp
- Kassenprüfer Martina Scheytt und Frank Hanaham
Ausschuss
- für Aurich: Anne Mössner + Marie-Luise Fleischmann
- für Enzweihingen: Ursel Knapper+ Joachim Blessing
- für Ensingen: Gisela Fritz + Friedrich Freyburger
- für Gündelbach: Meta Ruff + Sylvia Leucht
- für Horrheim: Rosemarie Schuhmacher + Roland MAier
- für Kleinglattbach: Christa Hoffmann + Renate Kühner
- für Riet: Margarete Renner + Andrea Stotz
- für Roßwag: Helga Schmidt+ Edgar Winkler
- für Vaihingen: Ute Heckel-Eberle + Wilfried Schenk
Bei der Jahreshauptversammlung 2016 wurde Daniel Thomas als neuer Schriftführer gewählt und tritt die Nachfolge von Heike Rapp an, die dieses Amt langjährig innehatte.
Zum 01.01.2017 trat das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Durch die Umstellung von 3 Pflegestufen in 5 Pflegegrade ergeben sich mehr finanzielle Möglichkeiten für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen.
2017 gab es auch einige personelle Veränderungen im Bereich der Leitung der Sozialstation. Herr Findeisen-Tietze geht in Ruhestand. Frank Kontermann wird neue Betriebsleitung der Sozialstation. Das Pflegeteam wird von 3 kleineren Teams auf 2 größere Teams reduziert. Die Teamleitungen Daniel Thomas und Nicole Griese (später Weeber) betreuen die beiden Teams in Vollzeit. Letztere wurde neu eingestellt. Die Nachbarschaftshilfe wurde in „haushaltsnahe Dienste“ (kurz HND) umbenannt. Durch das neue Pflegestärkungsgesetz dürfen ehrenamtlich beschäftigte Mitarbeiter nicht mehr viele Tätigkeiten durchführen, dadurch wurden viele ehrenamtliche Mitarbeiter tariflich bei der SST angestellt.
Die Sozialstation feiert im September 10 Jahre Bestehen im Vaisana Ärztehaus.
Am 24.12.2017 verstirbt völlig unverhofft der 1. Vorsitzende Friedrich Wahl. Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung übernimmt Rainer Schnell den Vorsitz des Vereins.
Bei der Jahreshauptversammlung am 09.03.2018 wird Claudia Gröninger als neue erste Vorsitzende des Vereins gewählt.
2019 geht Waltraud von Dyken in Rente, Monika Bäuerle wird neue Einsatzleitung der haushaltsnahen Dienste.
Im Februar 2020 bezieht die Sozialstation ihr neues Gebäude in der Heilbronner Straße 10. Der KPV unterstützt den Umzug mit einer Spende von 50.000 Euro.
Bedingt durch die Corona Pandemie kam es 2020/2021 zu einigen Änderungen. Der KPV nimmt seither nicht mehr am Weihnachtsmarkt teil und veranstaltet auch keine Mitarbeiterweihnachtsfeiern mehr. Die Mitgliederzahl ging auf 1800 Mitglieder zurück.
Am 25.03.2022 wurden per Satzungsänderung in der Jahreshauptversammlung 2 Beisitzer-Posten geschaffen. Die Beisitzer unterstützen zukünftig den Vorstand. Der Vorstand und Ausschuss setzen sich nun wie folgt zusammen.
Vorstand
- 1. Vorsitzende Claudia Gröninger
- 2. Vorsitzender Rainer Schnell
- Vertreterin der Stadt Elke Bauer
- Schatzmeisterin Christa Gayer
- Schriftführerin Daniel Thomas
- Kassenprüfer Martina Scheytt und Maria Rauschopf
- Beisitzerin: Barbara Leibbrand
- Beisitzerin: Rosemarie Schuhmacher
Ausschuss
- für Aurich: Anne Mössner + Marie-Luise Fleischmann
- für Enzweihingen: Brigitte Janson+ Joachim Blessing
- für Ensingen: Gisela Fritz + Friedrich Freyburger
- für Gündelbach: Angela Klaiber + Sylvia Leucht
- für Horrheim: Iris Weigel+ Claudia Frank
- für Kleinglattbach: Rebecca Boob+ Renate Kühner
- für Riet: Margarete Renner + Nicole Müller
- für Roßwag: Maria Rauschopf+ Edgar Winkler
- für Vaihingen: Ute Heckel-Eberle + Lore Wilhelm
